h2o


Die nächste Toilette ist fertig!


Schritt für Schritt geht unser Projekt „Kumanga Zimbduzi“ voran. Bei dem letzten Besuch in Mchinji haben wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern von Chimteka Village die erste kompostherstellende Toilette gebaut. Der Dünger wird für die eigene Landwirtschaft benutzt und hilft so den Menschen, effizienter zu wirtschaften. Aktuell stehen die ländlichen Regionen Malawis, aufgrund der kurzen Regenzeit des letzten Jahres, vor einer ernst zu nehmenden Nahrungsknappheit.
Durch die Toiletten verbessert sich also neben der Hygiene auch die Ernte.
Jetzt sind knapp vier Wochen vergangen und der Toilettenbau wurde optimiert.
Die erste Toilette hat umgerechnet ca. 420€ gekostet. Durch eine Verkleinerung der Toiletten, verbesserte Konditionen der Lieferanten und Optimierung der Umsetzung kostete die zweite Toilette nur noch 313€.
Der Bau wurde von unseren Partnern vor Ort - Francis und Titi - begleitet und dokumentiert.
„The smaller toilets are ideal and as good and durable as the big toilets.“ - Titi Titus Mwanjabe





Der Bau ist optimiert, die Arbeiter haben ihr Können bewiesen und alle ihre Verlässlichkeit - Jetzt liegt es an uns, die nötigen finanziellen Mittel für den Bau weiterer Toiletten zu ermöglichen.
Wir spenden pro bei uns verkaufter Wasserflasche 5 Cent an das Projekt und legen für jede verkaufte 300g Packung Malawi Red Catuai ( http://woytonroastinc.de/kaffee/malawi-red-catuai/ ) 1€ für Kumanga Zimbudzi oben drauf.
Ihr könnt das Ganze über betterplace: http://www.betterplace.org/de/p33208/ oder in den Läden unterstützen:
Mit 10€ für einen Zementsack, 13,33€ für Holzbalken oder 21€ für Maschendrahtzaun.
Lasst uns den Menschen in Chimteka Village ein gesundes Leben mit sanitärer Grundversorgung ermöglichen!

 

 

SANITÄRE ANLAGE

Teil 2

 
Wie versprochen, haben wir uns mit dem Ziel, unsere erste Toilette zu bauen, auf den Weg zum Chimteka Village, Malawi gemacht. Unser aktueller Wunsch ist es, den Menschen im Dorf Zugang zu sanitärer Grundversorgung in Form von Toiletten ermöglichen.
Dies ist der nächste Schritt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensumstände, nachdem das Dorf nun seit knapp 2 Jahren Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser hat.
Da dies die erste Toilette ist, die wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern bauen, gab es noch einige Unklarheiten. Besonders die genaue Bauweise und die Kosten der Toilette mussten noch vor Ort besprochen werden. Wie viele Säcke Zement braucht man, um eine vollständige Toilette zu bauen, wie viel Zeit braucht es und welche Arbeitsschritte kann das Dorf übernehmen?
Die erste Toilette ist jetzt fertig gestellt und alle Fragen sind beantwortet.

Wir haben uns gemeinsam mit dem Dorf für eine fortgeschrittene Toilette entschieden, die innerhalb von einem Jahr natürlichen Dünger produzieren wird und über zwei Ebenen verläuft.
Der Dünger wird für die eigene Landwirtschaft benutzt und hilft so den Menschen, effizienter zu wirtschaften. Aktuell stehen die ländlichen Regionen Malawis, aufgrund der kurzen Regenzeit des letzten Jahres, vor einer ernst zu nehmenden Nahrungsknappheit.
„Damit haben wir die Chance den Hunger mit eigenen Mitteln zu bekämpfen“ - Stephano Mwala

Die Dorfgemeinde von Chimteka hat alle Arbeitsschritte übernommen, für die keine Gelder notwendig sind: sie haben die Löcher ausgehoben, die Ziegelsteine selbst hergestellt und den Transport für Sand organisiert. „Es ist großartig zu sehen, wie stark sich die Menschen hier einbinden. Das zeigt wirklich, dass sie die Chance, die sie durch Eure (Woyton) Hilfe kriegen, nutzen möchten.“ - Titi Titus Mwanjabe

Insgesamt sind 4 Tage vergangen und es wurden 420€ für Materialien, Arbeit und Transport ausgegeben. Es gibt einige Kostenstellen, die wir bei einer größeren Anzahl von Toiletten optimieren können. Ein entscheidender Kostenfaktor bei dem Bau dieser Kompost herstellenden Toilettenart ist Zement: Für den Bau einer Toilette braucht man 9 Säcke.
1 Sack Zement á 50 Kg kostet umgerechnet ca. 11€.

Mit unseren ersten Erfahrungen haben wir nun ein gutes Gefühl für das Projekt „Kumanga Zimbudzi“. Wir glauben, dass es essentiell für die nachhaltige Entwicklung des Dorfes und der Region ist, den Menschen Zugang zu sanitärer Grundversorgung zu ermöglichen.
Dieses Ziel können wir aber nur mit Eurer Hilfe erreichen! Auf http://www.betterplace.org/de/p33208/ könnt Ihr ab sofort spenden: 11€ für einen Zementsack oder 6€ für das Wellblechdach.
Eure Spende kommt zu 100% in Mwinjiliro / Mchinji an! Dafür übernehmen wir die Verantwortung und die Kosten.
Hier ein paar Eindrücke von dem ersten Toilettenbau

SANITÄRE ANLAGE

Teil 1

Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass wir gemeinsam mit Eurer Hilfe den Bau des zweiten Trinkwasserbrunnens in der Region Mchinji realisiert haben.
Chimteka Village, das Dorf des ersten Brunnens, hat nur seit knapp zwei Jahren Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser. Die Ergebnisse haben alle unsere Erwartungen übertroffen. Die Brunnen mussten bis heute noch nicht ein einziges Mal repariert werden und versorgen die Menschen durchgängig mit genügend sauberem Wasser. Seitdem ist in den beiden Dörfern kein Mensch mehr durch die Folgen verschmutzen Wassers gestorben!!! Das gibt den Menschen eine neue Sicherheit und Zuversicht. Sie müssten sich jetzt keine Sorgen mehr machen, bei einem Schluck lebensnotwendigem Wasser tödlich zu erkranken.Die gewonnene Energie und Zeit nutzt die Dorfgemeinde, um sich um den Brunnen und Trinkwasserhygiene zu kümmern, neue stabilere Häuser zu bauen oder notwendige Sachen aus benachbarten Dörfern zu kaufen.
Unser Freund und Partner Titi Titus Mwanjabe ist stolz auf die Dorfgemeinde und den guten Zustand der Brunnen: „Die Menschen haben die Wichtigkeit von sauberem und sicherem Trinkwasser verstanden und haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können. Die Menschen von Chimteka Village sind bereit für den nächsten Schritt.“ Das bestätigt auch der Community Worker Francis: „Dieses Dorf ist ein Beispiel für die ganze Region.“
Bei unserem letzten Besuch haben wir eine lange Diskussion mit der Dorfgemeinde geführt, wie es jetzt weiter gehen soll. Durch den Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser ist die Anzahl der Diarrhö-Erkrankungen sehr stark zurück gegangen, aber noch nicht vollständig verschwunden. Das liegt vor allem an den mangelnden Hygiene-Möglichkeiten.
„Die aktuellen Toiletten sind unhygenisch, mit Fliegen und Mücken übersät und instabil. Das stellt uns gerade während der Regenzeit vor Probleme. Eine Verbesserung der sanitären Versorgung ist relativ einfach zu erreichen, wir bräuchten nur die richtigen Materialen.“ - Maskulina Manda, Dorfältester

Die Argumente, die vorgetragen wurden, waren unterschiedlich motiviert.Die Frauen und Mütter argumentierten, dass sie durch bessere sanitäre Anlagen ihr alltägliches Leben besser meistern könnten. Vor allem für die Neugeborenen und Kleinkinder sei die aktuelle Lage lebensbedrohlich. Die Männer und Dorfältesten sehen richtige Toiletten als nächsten wichtigen Entwicklungsschritt, um zu verhindern, dass die Fäkalien bei zu starkem Regen ins Dorf gespült werden und so die alten Probleme und Krankheiten wiederkommen.
Deswegen werden wir gemeinsam mit der Dorfgemeinde Toiletten bauen! Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Aktuell werden reichlich Ziegelsteine für die ersten Toilettenhäuser produziert und die ersten Löcher ausgegraben.
Am 11. August beginnen die Bauarbeiten. Wir sind gespannt und voller Vorfreude.

 


 



KUMANGA MIJIGO
FILMPREMIERE IN
DER BLACK BOX

Am Montag dem 22. September war es soweit, der Dokumentarfilm "Kumanga Mijigo" hatte seine Premiere in der Black Box. Der Film zeigt ein Brunnenbau Projekt in Malawi, in den Dörfern Chimteka Village und Mwinjiliro Village.

 

 

Danksagung

FRANCIS -
Community Worker in
der Region Mchinji
Leiter der Chimteka Grundschule
„Vielen Dank für eure Unterstützung der Entwicklung der Region. Wir haben ein sehr wichtiges Geschenk erhalten. Seit der Existenz des Dorfes hatten wir niemals sauberes Wasser. Dies war eins der am wenigsten entwickelten Dörfer und wir sind sehr dankbar für die Hilfe, die ihr uns gegeben habt. Für diese Kinder war es fast undenkbar Zugang zu sauberem und sicherem Wasser zu erhalten. Das ist eine sehr seltene Möglichkeit für uns ein solches Geschenk zu erhalten. Vor allem danken wir euch, dass ihr euer Versprechen wirklich gehalten habt und für einem weiteren Brunnen zurück gekommen seid. Vielen Dank!“
TITI TITUS MWANJABE -
Gründer & Direktor des Sandi
Rehabilitation and Assesment Center
Projekt Betreuer vor Ort
„Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken die bei diesem Projekt, Spenden gesammelt, gespendet und mitgewirkt haben. Damit habt ihr den Ärmsten der Armen geholfen. Danke.
Wir in Malawi bitten Euch diese gute Arbeit fort zu führen, weil es noch mehr Menschen gibt, denen geholfen werden muss, noch mehr Kinder die Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser benötigen. Sauberes Trinkwasser ist Leben. Danke.“
WOYTON
„Wir bedanken uns bei jedem einzelnen, der sich die Zeit genommen hat sich mit den Problemen der ländlichen Bevölkerung Malawis zu beschäftigen. Bei jedem einzelnen, der Freunden und Famile davon erzählt hat. Bei jedem einzelnen, der etwas gespendet hat. Ihr habt mehreren hundert Menschen in einem der ärmsten Länder Afrikas dauerhaften Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser ermöglicht.
Die Menschen in Chimteka Village profitieren schon seid November 2013 von dem ersten Trinkwasserbrunnen - den ihr ermöglicht habt. Die Menschen in Mwinjiliro Village, dem Dorf des zweiten Brunnenbaus, begreifen erst jetzt was es heißt Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser zu haben. Es bedeutet mehr als nur die Tatsache Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Es bedeutet eine Verbesserung der hygienischen Zuständen und damit bedeutet es weniger Krankheitsfälle, es bedeutet ein sicherers Leben für die Menschen, ein besseres und zukunftsfähigeres Leben, es bedeutet einen Fortschritt, es bedeutet Verbesserung und damit Hoffnung. Vielen Dank für diese tolle Unterstützung. Ihr habt das Leben in Malawi verbessert.“

Kumanga

Mijigo

 


MADZI NDI MOYO -
WASSER IST LEBEN

8 Tage nach Baubeginn, fließt das erste Wasser durch den neuen Brunnen in Mwinjiliro Village! Wir haben die letzten Stunden bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den Menschen des Dorfes verbracht. Die gemeinsame Zeit haben wir genutzt, um mit den Kids den neuen Fussball einzuweihen, mit den Frauen zu singen und zu tanzen und den Männer zu zeigen wie eine AeroPress funktioniert.

 

MADZI NDI MOYO
Bei den letzten Bauarbeiten hat das ganze Dorf noch einmal kräftig mit angepackt mit dem Ergebnis, dass im Licht der letzten Sonnenstrahlen das erste Wasser aus der gerade eben angebrachten Pumpe fließt. „Die Pumpe funktioniert sehr gut und das Dorf wird ab sofort das ganze Jahr über mit sauberem und sicherem Wasser versorgt sein.“ Sam (Bauleiter)

 

„Vielen Dank für eure Unterstützung der Entwicklung der Region. Wir haben ein sehr wichtiges Geschenk erhalten. Seit der Existenz des Dorfes hatten wir niemals sauberes Wasser. Dies war eins der am wenigsten entwickelten Dörfer und wir sind sehr dankbar für die Hilfe, die ihr uns gegeben habt. Für diese Kinder war es fast undenkbar Zugang zu sauberem und sicherem Wasser zu erhalten. Das ist eine sehr seltene Möglichkeit für uns ein solches Geschenk zu erhalten. Vor allem danken wir euch, dass ihr euer Versprechen wirklich gehalten habt und für einem weiteren Brunnen zurück gekommen seid. Vielen Dank!“ - Francis ( Leiter der Chimteka Grundschule & Community worker) „Vielen Dank ihr macht eine sehr gute Arbeit und helft den Ärmsten der Ärmsten. Danke!“ - Titi (Freund & Direktor des Sandi Rehabilitation Center’s)

 

Brunnen

 


NEUIGKEITEN AUS CHIMTEKA
UND MWINJILIRO

Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns auch ein Bild von unserem ersten Brunnen in Chimteka gemacht. Der Brunnen ist in einem sehr guten Zustand und die Auswirkungen sind großartig: Seitdem der Brunnen in Betrieb ist gab es keine Vorfälle von Diarrhoe (Durchfallerkrankungen) mehr, der Brunnen musste nicht einmal repariert werden und es kommt jederzeit genügend und sauberes Wasser heraus. Unseren Besuch haben wir als Anlass genommen auch ein paar Geschenke zu verteilen: Für die Mädchen haben wir Wasserfarbe, Pinsel und Blöcke mitgebracht, für die Jungs einen Fussball.

Chimteka

Auch in Mwinjiliro läuft alles optimal: Die 48 Meter tiefe Bohrung konnte nach nur einem Tag und somit zwei Tage früher als geplant fertig gestellt werden. Die Bauarbeiten des Abflusssystems laufen auf Hochtouren. „Die Bohrung war sehr gut. Wir haben keine großen Steine gefunden und sind deshalb schnell vorangekommen.“ - Sam Kamundi (Bauleiter) Die Frauen des Dorfes haben uns zu einem der hoffentlich letzten Gänge zu der alten Wasserstelle mitgenommen. Unter Gelächter haben wir uns auch mal als Wasserholer versucht.

 


KUMANGA MIJIGO -
DIE BAUARBEITEN HABEN BEGONNEN

Nur ein halbes Jahr nach der Fertigstellung des ersten Brunnens in Chimteka / Malawi kann durch eure Hilfe bereits der Bau des zweiten Brunnens in Mwinjiliro / Malawi beginnen.
Mit der Kamera und den Spenden im Gepäck haben wir uns also in eurem Namen wieder auf den Weg nach Malawi gemacht, um die gesamten Bauarbeiten zu begleiten und zu dokumentieren.
Am Flughafen von Lilongwe wurden wir herzlich von unserem Freund Titi Titus Mwanjabe in Empfang genommen und auf den aktuellen Stand gebracht.
Sam Kamudi, der altbekannte Bauunternehmer, hat bereits die Maschinen nach Mwinjiliro gebracht und die Bohrungen konnten wie geplant am Montag den 2. Juni beginnen.

 

KUMANGA
Während die Bohrungen in vollem Gang sind werden wir in Mwinjiliro mit Tanz, Gesang und unbeschreiblich glücklichen Gesichtern begrüßt. Ein Blick auf die alte Wasserquelle, die nach wie vor eher ein mit Wasser gefülltes Erdloch ist, zeigt uns nochmals wie wichtig das Projekt KUMANGA MIJIGO ist. So kann den Menschen von Mwinjiliro ein besseres und gesünderes Leben ermöglicht werden - ohne die ständige Sorge um Krankenheiten und mangelnde Hygiene. In den Reden bedanken sich die Dorfältesten für die großartige Unterstützung aus Deutschland und erklären, dass eine neue Zeit für das Dorf beginnt. Titi betont nochmals die Bedeutung von sauberem und frischem Wasser: „Sauberes Wasser ist Leben für alle.“ Auch die Dorfgemeinde bringt sich aktiv in den Brunnenbau ein: Sie bereiten Ziegelsteine für das Abflusssystem vor und wählen einen Vorsitzenden für das Brunnenkomitee, das sich zukünftig um die langfristige Instandhaltung des Brunnen kümmern wird.

KUMANGA2

„Die T-Shirts sind ein Zeichen dafür, dass diese Kinder nun sauberes und sicheres Wasser trinken.“ - Francis (Leiter der Chimteka Grundschule & Community worker)

 


WASSER MACHT GLÜCKLICH

Das Dorf Chimteka hatte uns überzeugt und die Planungen für den Brunnenbau liefen auf Hochtouren. Titi Titus Mwanjabe organisierte vor Ort die Vorbereitungen für das Projekt. Er machte uns bekannt mit dem Bauunternehmer Sam Kamundi, der uns auch zeitnah per Email den Kostenvoranschlag und den geplanten Ablaufplan zukommen lies.

ERSTER PLANUNGSENTWURF

Als Zeitrahmen für die Realisierung des Projektes wurde der November – der letzte Monat der Trockenzeit – festgelegt. Also machten wir uns Anfang November wieder auf den Weg nach Malawi. Am Ankunftsabend lud uns Titi zu einem gemeinsamen Essen mit Sam ein, um die letzten Details zu besprechen. Der reine Bau des Brunnen mit Bohrung, Verlegung der Rohre und Installation der Pumpe sollte laut Plan 10 Tage dauern – ein ehrgeiziges Ziel, das wir unbedingt erreichen wollten. Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam nach Chimteka, um uns mit einem Geologen zu treffen, der den optimalen Punkt für die Bohrung ermitteln sollte. Das Ziel der Messungen war es eine Grundwasserquelle zu finden, die auch am Ende der Trockenzeit noch mit frischem und klarem Wasser gefüllt ist. Die geeignete Quelle befand sich nicht weit vom Dorf entfernt, aber 54 Meter tief unter der Erde. Noch am selben Tag begann die Bohrung, die wie geplant 2 Tage dauerte.

 

BOHRUNG
Die Dorfgemeinde, die versprochen hatte sich aktiv in den Brunnenbau mit einzubringen übernahm die Bauarbeiten des Ablaufsystems. Ein Ablaufsystem für den Brunnen ist für die hygienische Nutzung unabdingbar, es vermeidet, dass sich Pfützen um den Brunnen bilden in denen die malariaübertragenden Mücken leben. Die Ziegelsteine, die den sogenannten soakway begrenzen, hat das Dorf in Handarbeit selber hergestellt und verlegt.

WASSERABLAUFSYSTEM

6 Tage nach Baubeginn und nachdem sich die erste Aufregung im Dorf gelegt hatte, begannen die Hygieneschulungen. Der community worker Dan erklärte den Menschen wie man verantwortungsvoll mit Wasser umgeht.
Zusätzlich wurde ein Brunnen-Komittee gewählt, das sich um die Instandhaltung und Pflege des Brunnen kümmert. Das Komitee setzt sich aus 3 Frauen und 2 Männern zusammen und erhielt eine Extraschulung zur Instandhaltung des fertigen Brunnens.
Nach 10 Tagen harter Arbeit war es vollbracht der Brunnenbau ist abgeschlossen! Jetzt haben 800 Menschen das ganze Jahr über Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser. Für 800 Menschen hat sich die Lebenssituation deutlich verbessert. 800 Menschen sind glücklich!
Mit eurer Hilfe können wir auch den Menschen in Mchinji das ganze Jahr über Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser ermöglichen. Mit eurer Hilfe können wir die Lebenssituation der Menschen deutlich verbessern. Mit eurer Hilfe können wir Menschen glücklich machen!
Hier spenden:

BETTERPLACE

 


WIE 90 CENT EIN LEBEN RETTEN

Auf unserer Reise mit Titi durch Mchinji kamen wir mit den Menschen der Dörfer näher in Kontakt. Wir haben mit den Männern geredet, mit den Frauen getanzt und mit den Kindern gelacht. Wir spielten mit ihnen Fussball auf einem Feld neben dem Dorf, mit einem Ball, der provisorisch aus mehreren Plastik-Gegenständen zusammengebunden war. Nach dem Spiel und kurzer Verschnaufpause unterhielten wir uns mit den Dorfältesten, die uns von den Problemen und Herausforderungen berichteten, die die Dorfgemeinde jedes Jahr zu überwinden hat. Vor allem die Trockenzeit, in der die Menschen mit Wasserknappheit und wenig Nahrung auskommen müssen, stellt das Dorf immer wieder vor Herausforderungen.

In den Dörfern, die keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben, holen die Frauen täglich Wasser aus den umliegenden Wasserlöchern und Pfützen. Diese sind meist schmutzig und übersät von Mücken, die den Malaria-Erreger übertragen. Und mit dem schmutzigen Wasser gelangen dann auch die Mücken ins Dorf. Bei Kindern, die meist noch nicht gegen Malaria immun sind, breitet sich die Krankheit nach einem Mückenstich schnell im Körper aus.
Die Symptome der Malaria sind hohes und wiederkehrendes Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Besonders bei Kindern kann die Krankheit rasch zu Koma und Tod führen und so sind 2010 weltweit rund 1,2 Millionen Todesfälle auf Malaria zurück zu führen. Aber auch wenn die Krankheit nicht tödlich verläuft, entstehen bei ausbleibender Behandlung häufig Folgekrankheiten wie Sprachbehinderung oder Epilepsie.
Um diese Kinder kümmert sich die Organisation unseres Ansprechpartners Titi Titus Mwanjabe. Die Kinder sind in den meisten Fällen gesund geboren und erst wegen einer Malaria Erkrankung zu ihren jetzigen Behinderungen gekommen, erklärte und Titi. Sauberes Trinkwasser ist also nicht nur wichtig um die allgemeine Wasserversorgung des Dorfes zu sichern, sondern auch um vor Krankheiten und Behinderungen zu verhindern.
In der Organisation von Titi arbeitet auch ehrenamtlich die mehrfache Mutter Stella. Mit ihr haben wir uns länger unterhalten, und sie erzählte uns, dass Malaria von den meisten Familien als normal und unvermeidbar angesehen wird. Die meisten Eltern können sich nur Schmerztabletten für ihre kranken Kinder leisten, die zwar die die Symptome lindern aber nicht heilen. Eine Packung Paracetamol kostet umgerechnet ca. 20 Cent. Im weiteren Verlauf des Gesprächs erfuhren wir dann, dass ihr eigenes Kind an Malaria erkrankt ist. Aber auch Stella, die sich ehrenamtlich für die Kinder der Region einsetzt und deren Mann mit einem Fahrrad-Taxi ein wenig Geld verdient, kann sich die richtigen Medikamente nicht leisten.
Die Geschichte von Stella hat uns nicht losgelassen und so haben wir nach einer fast schlaflosen Nacht in Lilongwe den Entschluss gefasst, ihrem Kind die Malaria heilenden Medikamente so schnell wie möglich zu besorgen. Wir konnten Titi überzeugen, seine Termine für diesen Tag zu verschieben und machten uns gemeinsam auf den Weg zurück nach Mchinji. Der Medizinmann des Nachbardorfes bestätigte unsere Einschätzung und diagnostizierte Malaria bei Stellas Kind. Dem Jungen wurde eine Packung Coartem Dispersible mit 6 Tabletten gegeben und wir bezahlten den Medzinmann für Behandlung und Medikament: 90c !

 

Nachdem wir Stella und ihr Kind zurück in ihr Dorf gefahren hatten, fragte uns Titi auf der Rückfahrt, warum wir so einen großen Aufwand betreiben würden um ein einzelnes Kind von Malaria zu heilen. Unsere Antwort: Irgendwo muss man anfangen die Situation zu verbessern am besten so schnell wie möglich.
Und damit machen wir weiter! Helft mit den zweiten Brunnen zu bauen, um den Menschen Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser zu ermöglichen und Krankheiten und Behinderungen vorzubeugen!

BETTERPLACE


WIE CHIMTEKA UNS ÜBERZEUGTE

Nach einem Jahr freuen wir uns, wieder in Malawi zu sein. Die jährliche Kaffeeernte auf dem Satemwa Estate steht an, und wir wollen endlich unser Brunnen-Projekt voranbringen. Dieses Mal wollen wir einige Dörfer in der westlich gelegenen Region Mchinji besuchen. Ziel ist es, ein Dorf für unseren ersten Brunnen auszuwählen. Um eine nachhaltige und langfristige Verbesserung der Situation zu gewährleisten, wollen wir uns persönlich und direkt vor Ort darum kümmern. Titi Titus Mwanjabe ist unser Ansprechpartner, mit dem wir das ganze Jahr über in Kontakt standen. Er ist Direktor der gemeinnützigen Organisation SRATC in Lilongwe, die als einzige Institution in Malawi Therapien für behinderte Menschen anbietet. So erlebt Titi in seinem Beruf täglich, was verschmutztes Trinkwasser anrichten kann.
Titi holte uns in Lilongwe ab und nach zwei Stunden Fahrt kamen wir in Chimteka an, stiegen aus und waren sprachlos. Die Frauen und Kinder empfingen uns lautstark singend und fröhlich tanzend.
Die Männer des Dorfes saßen weiter hinten im Schatten der Lehmhäuser und schauten sich das Spektakel an. Nach diesem unerwarteten, schönen und überwältigendem Empfang versammelten wir uns im Dorf. Titi stellte uns vor und übersetzte die vorbereiteten Reden der Dorfgemeinde. Sie betonten die Wichtigkeit von Wasser und ihr Engagement für den Brunnen. Nachdem wir auch eine Rede gehalten hatten - Titi hat übersetzt - überraschten uns die Dorfbewohner mit einem Vodoo - Zauberer. Sie hatten ihn eingeladen, um die Zeremonie „Gule Wamkule“ - der große Tanz – durchzuführen.

 

Nach den Feierlichkeiten konnten wir uns dann einen Überblick von dem Dorf und der Situation machen. Die Menschen hatten „Wasser ist Leben“ an ihre Lehmhütten geschrieben. Mit viel Gesang führte uns die Dorfgemeinschaft zu dem Ort, an dem die Frauen Wasser holen. Es ist ein Wasserloch. Verschmutzt und von Mücken, die den Krankheitserreger Malaria übertragen, übersäht. (Dazu mehr im nächsten Blogeintrag). Zum Abschied schenkte uns der Dorfälteste als Zeichen der Dankbarkeit einen Hahn und vier Flaschen Fanta, die dort ein Luxusgut sind.

 

Chimteka hat uns beeindruckt. Die Dorfbewohner haben uns gezeigt, dass sie alles für den Brunnen geben würden. Dieser Eindruck führte uns dann später zu dem Entschluss, den ersten Brunnen dort zu bauen. Doch das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Reise durch Mchinji ging weiter. Nächstes Ziel: Mwinjiliro Village. Auch hier wurden wir singend und tanzend empfangen, hörten uns die Reden der Dorfgemeinde an und hielten selber eine. Auch hier haben wir uns einen Überblick über die Situation gemacht. Nach längerem Fußmarsch kamen wir an der Wasserquelle des Dorfes an. Sie ähnelte eher einer großen Pfütze.

 

Dass hier Hilfe dringend benötigt wird, sahen und spürten wir. Ob Mwinjiliro nun der Ort für den ersten Brunnen oder für einen eventuellen zweiten werden sollte, wussten wir noch nicht. Dass wir helfen wollten schon.
Wir entschieden uns für Chimteka, weil wir dort den Eindruck hatten, dass sich die Dorfgemeinde langfristig um den Brunnen kümmern und sich aktiv in den Brunnenbau einbeziehen würde. Diese Punkte sind sehr wichtig um eine nachhaltige Verbesserung der Situation gewährleisten zu können. Denn einen Brunnen zu bauen ist das eine, einen Brunnen instand zu halten das andere.
Mwinjiliro haben wir als Ort für unseren zweiten Brunnen ausgewählt, weil dort Hilfe dringend benötigt wird. Die Erfahrungen aus dem ersten Brunnenbau geben uns die Gewissheit, dass wir auch dort langfristig und nachhaltig die Situation verbessern können. Und dafür benötigen wir eure Hilfe. Nährer Informationen zu dem Projekt in Mwinjiliro und die Möglichkeit mitzuhelfen findet ihr hier:

BETTERPLACE


WIE WIR VON
KAFFEEKÄUFERN ZU
BRUNNENBAUERN WURDEN

Unsere Geschichte beginnt selbstverständlich mit Kaffee. Dieses mal aber nicht mit dem fertigen Getränk, sondern mit der ungerösteten Kaffeebohne. Seit 2011 kaufen wir unseren Rohkaffee größtenteils selbst und direkt bei den Kaffeebauern ein – zu fairen Preisen und unter den richtigen Bedingungen. So auch unseren Malawi-Kaffee. Den kaufen wir bei unserem DirectTrade-Partner, Satemwa Estate, ein.

 

KAFFEANBAU IN SATEMWA
Bei unserer ersten Reise nach Malawi 2011 besichtigten wir nicht nur die Kaffeeplantage und überzeugten uns mit eigenen Augen davon, dass der Kaffee auch nachhaltig angebaut, geerntet und getrocknet wird.

 

KAFFEEBOHNEN WEDEN SONNENGETROCKNET
In Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, kamen wir auch mit Ehrenamtlichen, Ärzten und Mitarbeiter verschiedener NGOs in Kontakt, die uns von der schlimmen Situation erzählten, in der sich die Menschen in der ländlichen Region befänden. Uns wurde von Menschen berichtet, die kein Zugang zu sauberem Wasseer hätten, die deswegen an chronischem Durchfall leiden würden. Auch Malaria und dessen Folgeerkrankungen wie Sprachbehinderungen oder Epilepsie, seien keine Seltenheit. Die Tatsache, dass Menschen erkranken, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, berührt und beschäftigt uns heute noch.
Aufgrund dieser Gespräche verabredeten wir uns zu einem weiteren Treffen im nächsten Jahr, wenn wir wieder zur Kaffee-Ernte in Malawi sind. Ein Jahr später machten wir uns also wieder auf die Reise nach Malawi. Dieses mal nicht nur mit dem Ziel die Kaffee-Ernte zu begleiten, sondern um uns dieses mal auch ein eigenes Bild von der im letzten Jahr beschriebenen Situation zu machen.
Welche Auswirkungen das haben sollte war uns nicht bewusst. Das gesamte Weltbild ändert sich in dem Moment, in dem du Menschen siehst, wie sie Wasser aus großen Pfützen trinken müssen, weil sie keine andere Wahl haben.

 

Aktuelle Wasserversorgung in vielen Dörfern in Malawi
Es bestand kein Zweifel mehr daran, dass wir den Menschen in Malawi helfen wollten, ja aus unserem Verständnis heraus mussten! Um den Menschen vor Ort langfristig und nachhaltig zu helfen, so war uns schnell klar, muss man den Ursprung der Probleme bekämpfen: schmutziges Wasser! Und das geht am besten, in dem man den Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Und das geht am besten durch Brunnenbau! Und so wurde aus dem Besuch der Kaffeeplantage, das Projekt Brunnenbau in Malawi.
Helft mit den zweiten Brunnen in Mwinjiliro Village/Malawi zu bauen!

BETTERPLACE


WIR BAUEN EINEN BRUNNEN

Wasser ist natürlich, aber nicht selbstverständlich. Deshalb investieren wir 5c aus jeder verkauften Flasche Mineralwasser in die Verbesserung von Trinkwasserversorgung. Unser Projekt 2013: Chimteka, Mchinji in Malawi