Tee Spezial


MEINE TEEFAHRT
DURCH SRI LANKA

Vielleicht wäre meine Geschichte ganz anders verlaufen, wäre da 1869 nicht „Hemileia Vastratrix“ im damaligen Ceylon aufgetaucht. Dieser fiese Rostpilz hatte sich nämlich das Ziel gesetzt, die gesamten Kaffeeplanzen mit seiner gelblichen Färbung zu befallen und somit zu zerstören. Eine Katastrophe für die Kaffeeplantagen Besitzer. Die Rettung damals: James Taylor. Der junge Schotte der 1852 als 16-jähriger nach Ceylon aufgebrochen war, arbeitete seitdem auf einer dieser Kaffeeplantagen. Aber auch er konnte den Niedergang unserer schwarzen Bohne nicht stoppen und so pflanzte Taylor 1867 in weiser Voraussicht die ersten Teebüsche auf Ceylon.
„Ceylon Tea“ war geboren! Nun war ich also auf der Suche nach diesem berühmten Ceylon Tee. Jedoch wäre so eine Teefahrt ja langweilig ohne ein paar kleine und große Hindernisse. Das größte dieser Hindernisse suchte ich mir direkt in der Nacht zuvor aus, bevor es ins Teeanbaugebiet „Nuwara Elyia“ gehen sollte. Dieses Hindernis stand nun also vor mir und ragte durch die Wolken. Gesäumt mit einem Pfad aus ca. 5000 beleuchteten und nicht beleuchteten Treppenstufen, mit einer Höhe von 2243 Metern. Der berühmteste Berg Sri Lankas und DIE Pilgerstätte der Buddhisten – Adams Peak.

ADAMS PEAK
Hatte ich mir da etwa zuviel zugetraut? Mit dem Ziel um 6:13 Uhr in der Früh einer der spektakulärsten und berühmtesten Sonnenaufgänge der Welt zu verfolgen machte ich mich um Punkt Mitternacht also auf den Weg nach oben.
Unterschätzt hatte ich den guten alten Adams Peak, der schon so manchen Menschen viel Schweiß, Schmerz und sogar das Leben gekostet hatte. Doch nach 3 ½ Stunden Auf- und 2 ½ Stunden Abstieg (was übrigens eine sehr gute Zeit ist) hatte ich meine erste Hürde gemeistert und machte mich mit meinem Ortskundigen Begleiter Damitha auf den Weg ins Teeanbaugebiet Nuwara Eliya.
Die beiden nächsten Hindernisse waren im Verhältnis zum gerade erst bestiegenen Adams Peak eher klein. Ohne geschlafen zu haben machten wir uns auf die Suche nach einem Frühstück um die Kraftreserven wieder aufzufüllen. Mein ortskundiger Fahrer und Begleiter hatte da anscheinend eine Idee – einheimischen Essen! Von schmerzenden und krampfenden Beinen geplagt war mir eigentlich so jedes Essen der Welt lieb. Jedoch hatte sich anscheinend mein Gehirn während der vorhergehenden Strapazen komplett abgeschaltet, sonst wäre ich nämlich noch in der Lage gewesen mich daran zu erinnern was ich Wochen zuvor aus einem dieser Reiseführer in mich aufgesogen hatte: „Die Küche Sir Lankas gilt als eine der schärfsten der Welt.“ Plötzlich konnte ich mich wieder erinnern so etwas gelesen zu haben. Es war zu spät… Und so ging meine Teefahrt mit brennendem Mund, tränenden Augen und voller Vorfreude weiter. Mit großer Erwartung ging es nun also weiter in Richtung Nuwara Eliya, dem Ziel meiner Reise. Nach kurzer Rücksprache mit meinem ortskundigen Begleiter, schlug er vor eine Abkürzung zu nehmen. Er hatte sich vorher genauestens informieren lassen und so stellten wir bereits nach kürzester Zeit mit Verwunderung fest, dass sich unsere Abkürzung gerade im Umbau befand.

 

SRILANKA
Wir konnten uns nun also auf ca. 70 km Holperstrecke durch das Bergland Sri Lankas freuen. Da wir diese „Strasse“ natürlich nur mit äußerster Vorsicht und mit geringer Geschwindigkeit befahren konnten, blieb mir viel Zeit um das dortige Umfeld und die Vegetation auf mich wirken zu lassen. Teepflanzen soweit das Auge reicht. Insgesamt drei Teeplantagen galt es zu besuchen, die ich bereits im Vorfeld ausgewählt hatte. Da die Erste überhaupt gar nicht meinen Erwartungen und Vorstellungen entsprach, weil sie mir zu kommerziell erschien und meine moralischen Vorstellungen von fair gehandeltem Tee nicht teilte blieben als nur noch zwei im Rennen. Leider hatte die zweite Plantage, die mir übrigens sehr gefallen hat keinen lokalen Verkaufspunkt und so blieb nur noch die Letzte der drei übrig. Alle guten Dinge sind wohl echt drei und so landete ich einen Volltreffer! Pedro Estate mit seinen Plantage am Fuße des „Lovers Leap“ einem Wasserfall um den es so manche Mythen und Sagen gibt, war meine Ziellinie.

 

TEEPLANTAGE
Was genau ich von dort mitgebracht habe könnt ihr ab sofort probieren. Da will ich nicht zuviel verraten… Was ich aber sagen kann ist, dass er einer der faszinierendsten schwarzen Tees ist, die ich bislang getrunken habe. Das meine Ziellinie Pedro Estate in Nuwara Eliya anscheinend nicht meine endgültige Ziellinie war, stellte sich erst am Zoll im Düsseldorfer Flughafen heraus. Dieses letzte kleine Hindernis meisterte ich aber am Ende dann auch noch und erklärte den sechs um mich herum versammelten Zollbeamten dann in Ruhe, dass die kleinen Päckchen, die sie auf dem Röntgengerät zur Gepäckkontrolle gesehen haben kein Rauschgift seien, sondern einfach nur leckerer goldiger Tee aus Sri Lanka.

 

SEBI
Sebastian

 

4 TEE SPEZIALITÄTEN -
DIRECT TRADE AUS MALAWI

Seit 2011 ist das Satemwa Estate in Malawi unser DirectTrade Partner für Kaffee, Cascara und Tee. Das Satemwa Estate investiert viel in Schulung und Training, um die hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Es unterhält ein eigenes kleines Hospital für seine Mitarbeiter und deren Angehörigen und betreibt eine Schule für 900 Schüler. Damit ist es ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung der Region. Zwischen Simbabwe und Mosambique gelegen werden hier seit 1923 verschiedene Kaffee- und Teesorten auf kleinen Flächen mit viel Sorgfalt angebaut.
Die Familie Kay, die das Estate im Jahr 1934 übernommen hat, verbessert stetig mit großer Ideenfreude die Anbau- und Aufbereitungsmethoden der verschiedenen Tee- und Kaffeesorten. Unsere DirectTrade Partner bauen den Tee und Kaffee in Einklang mit der heimischen Flora & Fauna an und nutzen die Eigenschaften der natürlichen Vegetation zur Verbesserung der Anbauqualität und können so auf den Einsatz von Agrarchemie verzichten.

 

Über die Jahrzehnte hat sich so eine einzigartige Auswahl an verschiedenen Tee Raritäten entwickelt. Aus der großen Auswahl an grünen, schwarzen und weißen Tees, die auf dem Estate wachsen haben wir für euch nur die Spezialitäten rausgesucht. Der schwarzen Tee Bvumbwe hand made sorgt durch seine natürlich Süße und ein angenehmes Mundgefühl für Begeisterung. Die handgepflückten Teeblätter der sehr seltenen Teepflanzen-Varietät werden noch vor dem Trocknen in Handarbeit zusammengerollt.

 

Der grüne Tee Green Thyolo OPI wird sorgsam in Handarbeit gepflückt und zum trocknen ausgelegt und erinnert sowohl vom Geruch als auch vom Geschmack an dunkle Schokolade und getrocknete Früchte.

 

Der weiße Tee White Peony hat besonders großes Blätter, die nach dem Pflücken solange getrocknet werden bis sie die typischen Herbstfarben annehmen.

 

Besonders der weiße Tee White Zomba Pearls gilt als Spezialität. Die handgepflückten Teeblätter werden innerhalb von 24 Stunden per Hand zu Perlen zusammengerollt und zum trocknen ausgelegt.

 

Diese vier Tee Spezialitäten könnt ihr ab sofort in ausgewählten Shops probieren oder im OnlineShop für zu Hause bestellen.
www.woytonroastinc.de/category/tee-2/

 

CASCARA COCKTAILS

Wir geben es zu: die Idee aus Cascara Tee Cocktails zu machen schwirrt uns schon von Anfang an im Kopf. Eine vernünftige Idee zur Umsetzung hat allerdings gefehlt…Also machten wir uns auf den Weg zu unserem Partner in Crime, dem Cube in der Düsseldorfer Altstadt. Was dabei herauskam könnt ihr im Video bestaunen und das Beste: Ab sofort auch im Cube selbst probieren!
Auf eine lange Nacht, cheers!

 

 


CASCARA VON DER
SATEMWA ESTATE / MALAWI

Eine gefühlte Ewigkeit haben wir gewartet - und gehofft. Aber nun ist es endlich so weit! Vor kurzem erreichten uns von unseren Direct Trade Partnern in Malawi 5 Tonnen Cascara - Tee aus getrockneten Kaffeekirschen!

 

CASCARA
Vor allem in Anbauländern in Afrika oder dem arabischen Raum wird der Tee mit Ingwer und Zimt als “Quishr” getrunken. Die Tradiotion hat in diesen Kulturen einen so hohen Stellenwert, dass auf arabischen Bazaren der Preis für getrocknete Kaffeekirschen meist höher liegt als der für Kaffee. Umso interessanter ist es, dass bisher nur die Bohnen, also der Inhalt der Kaffeefrucht, es über die Grenzen der Anbauländer hinweg geschafft haben.

 

Cascara
Zu verdanken ist der Import zum größten Teil Aida Battle, einer preisgekrönten Kaffeefarmerin aus El Salvador. Als erste experimentierte sie gezielt mit verschiedenen Trocknungsmethoden und legte schließlich mit dem Finca Kilimanjaro Cascaraden Grundstein für andere Produzenten. Hierraus entwickelte sich auch der wohlklingende Name, der auf spanisch Schale oder Hülle bedeutet.

 

Unser Cascara stammt von der Satemwa Estate. Die malawische Plantage ist nicht nur seit Jahren unser Direct Trade Partner in Sache Kaffee, sondern auch ein hervorragender Teeproduzent. Somit stand sehr schnell klar an wen es sich zu wenden galt - und wir wurden nicht enttäuscht!
Nach zahlreichen Experimenten, viel Recherche und vor allem langer Wartezeit steht er uns endlich zur Verfügung. Und was sollen wir sagen: das Warten hat sich gelohnt! Der fertige Tee erinnert im Geruch stark an Pfeiffentabak. Geschmacklich kann man sich auf ein Geschmackerlebnis irgendwo zwischen milden Hagebuttentee, Mango und Apfel gefasst machen, das besonders als Eistee zur Geltung kommt. Doch lasst euch vom milden Aroma nicht täuschen: das Zeug ist stark koffeinhaltig!

 

Den Tee gibt’s ab sofort pur auf Eis, heiß aufgebrüht, als Schorle oder in 300g Packungen für zu Hause. Bei dir Zubereitung empfehlen wir: 4 g Cascara / 100 ml Wasser und eine Ziehzeit von 7 Minuten.
Aber - probiert’s selbst, variiert die Dosierung, mischt es mit jamaikanischen Rum, kocht es zusammen mit Zimt und Ingwer auf, packt es in die French Press…Die Experimente haben grade erst begonnen. Genießt es!